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Drei EFH Rundihalde 1, 3, 5 in Uetikon am See

"Rundihalde", die Perlen nah am Walde      

Noch steht das nahezu dreieckig zugeschnittene Baugrundstück mit einer Fläche von gut 1700m2 als unberührtes Weideland da. Darauf kommen mit einer Bauzeit von rund 14 Monaten die drei individuellen und exklusiven Minergie® - Häuser zu stehen, welche die Werubau AG aus Meilen als Totalunternehmer erstellen wird.

23. August 2005: Der Geologe Dr. Alfred Gübeli aus Jona untersucht den Baugrund. Sein Befund haut erstmals alle an der Planung Beteiligten um. Wir werden nach seinen Auswertungen und Vorliegen des Ingenieursprojekt des Büro Marti + Dietschweiler AG in Männedorf für die drei Häuser zuerst einmal über 1300m (!) Pfähle rammen müssen. Und, dies an der durch ihre harten Nagelfluhfelsen bekannten Südflanke des Pfannenstils.

25. April 2006: Nachdem nun die Planungs- und Vorbereitungsphase  weitgehend abgeschlossen ist, geht es richtig los! Mit dem offiziellen Spatenstich durch die drei Bauherrschaften wird der Beginn der Bauzeit mit einer kleinen Zeremonie gefeiert.

28. April 2006: Auf dem umzäunten Areal sind die Baumaschinen der JMS Schmerikon aufgefahren und mit dem Aushub und der Baugrubensicherung beschäftigt. Bis in fünf Wochen wird hier ein grosses Loch entstehen, in das die drei Häuser zu stehen kommen.

05. Mai 2006: Ein grosser Teil des Aushubmaterials ist nun bereits ausgehoben und abgeführt. Das sichtbare graue Band ist die erste Etappe der Baugrubenumschliessung, welche im oberen Bereich von acht Ankern mit je 65t Zugkraft - also insgesamt 520 Tonnen - zurückgehalten wird.

02. Juni 2006: Unser Innenarchitekt Peppino Pagano und unsere Hochbauzeichnerin (Lernende in 3. Jahr) Emilija Eric freuen sich über den Baufortschritt und das schöne trockene Wetter.

Modernste 5-Achsmuldenkipper, welche beladen 40t (+3% Toleranz) schwer sind, führen das Material ab. Das siltig-sandige Aushubmaterial, welches wegen des schlechten Setzungsverhalten nicht als Hinterfüllmaterial brauchbar ist, wird nach Gommiswald SG in die Deponie der JMS gefahren.

06. Juni 2006: DIe Baugrube wird heute fertig ausgehoben. Nach 7 Wochen macht nun die JMS dem Unternehmer Platz, welcher die Pfähle in den Boden rammen wird. Auf der linken Seite sind die Köpfe der gespannten Anker ersichtlich, welche ein Abrutschen der Kantonsstrasse verunmöglichen.

13. Juni 2006: Seit gestern rammt die Firma Greuter Grundbau aus Hochfelden die Verbundpfähle bis auf die rechte Seitenmoräne des Linthgletschers, auf eine Tiefe von durchschnittlich gut 10m. Am Schreitbagger ist der Rammbär mit einem Gewicht von 800kg montiert. Drei Wochen dürften diese Arbeiten dauern, bei welcher alle rundherum über deren Ende froh sind, da es dann zumal in der Rundihalde wieder Etwas ruhiger werden dürfte.

Die Spitze eines Rammpfahles. Bis zur Fussplatte wird der HEA-Träger in den Boden gerammt. Der beim Rammen durch die Fussplatte und den aufgesetzten "Kragen" entstehenden Hohlraum wird mit Flüssigbeton gefüllt. Jedes der drei Häuser steht auf ungefähr vierzig solchen Verbundrammpfählen. Damit stehen die je gut 500 Tonnen schweren Gebäude sicher fundiert, auf dem was vor gut 100'000 Jahren der "Linthgletscher" bei seinem Rückzug am heutigen Zürichseeufer zurückgelassen hat.

23. Juni 2006: Die Erdsondenabtiefungen für die Wärmepumpenheizungen werden gebohrt. Alle paar Minuten wird das Bohrgestänge wieder mit einem im Vordergrund sichtbaren Rohrstück von 2m ergänzt. Nach dem Bau fördern pro Haus je zwei Sonden mit 2x40mm Durchmesser und 140 bis 170m Länge rund dreiviertel der notwendigen Energie für das Beheizen und die Aufbereitung des Warmwassers aus der Erde. Mit diesen Bohrungen von insgesamt nahezu einem Kilometer leisten die Wärmepumpen nicht nur den gewünschten Beitrag an die Umweltverträglichkeit und den Minergiestandard dieser Häuser, sondern schonen bei den Betriebskosten auch nachhaltig den Geldbeutel der Bewohner. Vor allem im heutigen Umfeld der stetig steigenden Energiepreise ist dies ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

08. August 2006: Als planerisch anspruchsvolle Übung erwies sich das Platzieren der Kanalisationsleitungen. Überall stehen wie man auf dem Bild erkennen kann, in engem Raster die Verbundrammpfähle im Weg. Nachdem durchdacht alle Kanalisationsleitungen, welche unter das Haus zu liegen kommen eingebaut und wieder  mit Magerbeton zugedeckt sind, erstellt der Baumeister, die Dietschweiler AG aus Uetikon, den Rohbau. Nachdem es zuerst drei Monate nach unten gegangen ist, werden nun die Häuser in den kommenden drei Monaten endlich auch für den Laien mit erkennbaren Fortschritten Richtung Himmel wachsen.

21. August 2006. Beim Haus I steht nun das Untergeschoss. Beim Haus II und III werden die 25cm starken Bodenplatten betoniert. Die eingesetzten Fahrmischer der Firma Gebrüder Schneider AG Meilen müssen heute ein Dutzend Ladungen mit Beton anliefern, bis die rund 400m2 Bodenplatten eingebracht sind. Gut zu sehen auf diesem Bild, dass die Häuser auf rosafarbenen Wärmedämmplatten aus 180mm starkem extrudiertem Polystyrol stehen, welche den Wärmeverlust gegen das Erdreich minimieren.

Das Untergeschoss des Hauses I sieht beinahe wie der Bug eines Frachtschiffes aus, welches durch die Weltmeere kreuzt. Die schwarze Farbe der mit Bitumen behandelten Aussenseite der unterirdisch zu liegen kommenden Betonwände steht in hartem Kontrast zum Weiss in dem die oberirdischen Mauerteile zum Schluss erstrahlen werden.

04. Oktober 2006. Beim Haus I stehen die Wände des Erdgeschosses. Die beiden anderen Häuser haben zwischenzeitlich aufgeholt und sind nun beinahe gleich weit fortgeschritten, wie das Haus I. Das sportliche Ziel ist, dass der Baumeister im November seine Arbeiten abschliessen kann. Gut sichtbar die vielen Lüftungsrohre, welche in sattem Rot zu den grauen Betonwänden kontrastieren.

27. Oktober 2006. Dank phänomenalen Wetter im Oktober konnte der Zeitverlust durch den verregneten August aufgeholt werden. Noch selten hat uns der Oktober so viel Sonne und sommerliche Temperaturen beschert.  Beim Haus III, welches nun am weitesten ist, stehen alle Wände im OG. Nun fehlt noch das zuoberst liegende Wohngeschoss mit der davor liegenden Terrasse. Am Sonntag in einer Woche können die Bauherren die herrliche Aussicht vom Wohngeschoss aus geniessen. Wie umfassend ist wohl die Seesicht? Dies ist die Frage, welche die Bauherren zur Zeit sicher am aktuellsten beschäftigt.

16. November 2006: Arbeiten über dem Nebelmeer. Phänomenale Arbeitsbedingungen für das Erstellen der letzen Decke auf Haus III. Leider hat man in der heutigen Hektik der Arbeit aber kaum Zeit, solche Momente zu geniessen. Demgegenüber werden die künftigen Bewohner dieses Naturschauspiel sicher einige Male erleben dürfen.

18. Dezember 2006. Bald gehört das Jahr 2006 auch wieder der der Vergangenheit an. Die Überbauung nimmt nach 8 Monaten Bauzeit langsam aber sicher Gestalt an. Der Turm von Haus I, das künftige markante "Wahrzeichen des Rundihaldequartier" hat nun seine Höhe ereicht. Im kommenden halben Jahr wird der Ausbau erfolgen.

29. Januar 2007. Hat sich der weltberühmte Verpackungskünstler Christo nach Uetikon verirrt? Nein, nein, lediglich hat die Gerüstbaufirma Zuber aus Tann-Rüti ihre Gerüste um unsere Häuser mit Kunststofffolien verkleidet. Innerhalb dieses Wetterschutzes können die Arbeiten ohne Rücksicht auf winterliches Wetter ungestört fortgeführt werden. Interessant, was dann zum in wenigen Wochen beim Auspacken Vorschein kommen wird.

13. April 2007. Der Westurm ist verputzt. Innen sind die Wände mit Grundputz versehen und die Unterlagsböden eingebracht worden. Jetzt ist der Trocknungsprozess der Häuser im Gange. Im zweieinhalb Monaten soll das Westhaus bezugsbereit sein.

28. Juni 2007. Der Turm von Haus I ist innen verputzt und gestrichen. Der edle Parkettboden wurde fachmännisch  von der Firma Blaser AG Erlenbach gelegt und der Kronleuchter der einen spielerischen Akzent setzt, wurde durch die Bauherrschaft aufgehängt.

Die mit einfachen, klaren Linien entworfene Küche mit schwarz gespritzten Fronten und einer hygienischen Chromstahlabdeckung wurde von der Firma Pendt AG in Gossau ZH gefertigt und montiert.

Auch im Badbereich welcher an das Elternschlafzimmer angeschlossen ist, dominiert das Thema "Black & White" mit portugiesischem Schiefer und Weissputz. Reduktion der Formen auf das Notwendige strahlt Ruhe aus und ermöglicht zeitlose Eleganz.

August 2007: Alle Häuser sind bezogen. Die letzten Arbeiten an der Umgebung müssen noch erfolgen.

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