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EFH Schönhaldenstrasse 33 in Männedorf

Der Weg ist das Ziel

Für jedes Architekturbüro und jeden Architekten ist immer wieder das Planen und Realisieren eine grossartige, spannende Aufgabe. Für uns speziell, da wir ausschliesslich Unikate planen und bauen. Da nach Abschluss des Projekts das nächste in Angriff genommen wird, ist obige Aussage über den Weg und das Ziel zutreffender als man meint. Und, wenn man manchmal einen extrem langen und beschwerlichem Weg hat, ist die Freude über das Erreichte am Ende jedes Wegstückes noch grösser.

20. Februar 2004: Das Baugelände präsentiert sich als Rebhang mit einigen verdächtig langen "Rebstickeln", welche sich bei näherem Hinsehen als Baugespann entpuppen.

15. März 2004: Mit seinem Menzi-Muck Schreitbagger erstellt die Firma Josef Murer Jona im steilen Baugelände Baggerschlitze für die Baugrubenbeurteilung. Was dann folgt, ist eine halbjährige Planungszeit.

13. September 2004: Der Aushub der Gebäudeerschliessung durch die Firma Grimm + Schmid Grüningen ist nun im Gange. Die Erkenntnisse der Baugrubensondierungen werden nun nahezu täglich widerlegt, was natürlich nicht ohne Konsequenzen auf die zu treffenden Massnahmen bleibt.

14. Oktober 2004: Die erste von drei Baugrubenetappen ist durch den Baumeister, die Firma Kundert Hombrechtikon mit Geröllbetonpackungen gesichert, um das gefahrlose Arbeiten in der Grube zu ermöglichen. Insgesamt wird der Aushubunternehmer rund achtzig Lastwagenladungen mit einem Gewicht von ca. 1500t Erdmaterial abführen.

18. November 2004: Die Wände im Garagengeschoss sind betoniert und die Decke wird geschalt. Bereits haben auch die Elektriker der Firma Bernauer Rapperswil gearbeitet, währenddem die Firma Hans Lobnik Männedorf dafür sorgt, dass die durch sie aufgeklebten Bitumenbahnen keine Feuchtigkeit mehr ins Gebäude eindringen lassen. 

10. Dezember 2004: Das Betonieren der Bodenplatte des Kellers ist beinahe fertig. Damit kann das ursprüngliche Ziel, das Kellergeschoss vor Weihnachten einzubringen nahezu erreicht werden.

Weihnachten 2004: Die Kellerwände sind betoniert und teilweise bereits ausgeschalt. Das Bauvorhaben liegt damit noch im Zeitplan, welcher eine Fertigstellung bis Ende August 2005 vorsieht.

17. Januar 2005: Mit einem handlichen 9t Bagger wird das Kellergeschoss mit Material der 2. Aushubetappe hinterfüllt.

Das Kellergeschoss sonnt sich mit seinen vier Fenstern und lässt langsam die stattlichen Aussenmasse des Hauses erahnen.

Unser Bauleiter Rocco Bochicchio sorgt dafür, dass die Hinterfüllungen mit der "Rammax" Vibrowalze verdichtet werden, um Setzungen weitgehend zu verhindern.

31. Januar 2005: Nach einem einwöchigen wetterbedingten Unterbruch wegen der nun winterlichen Witterung werden die Balkonbrüstungen versetzt. Rechts sind die isolierten Chromstahlkörbe zu erkennen, welche den Balkon wärmetechnisch vom Haus trennen. Damit wird der Energieverbrauch und die Anfälligkeit auf Schimmelbildung bei den Deckenstirnen reduziert.

Das ganze Haus wird unterirdisch mit 18cm starken extrudierten Polystyrol Hartschaum-platten gedämmt. Damit sinkt der Energieverbrauch und steigt durch die höheren inneren Oberflächentemperaturen die Behaglichkeit im Gebäude.

3. Februar 2005: Es erstaunt einem immer wieder, was die Haustechnikinstallateure alles in einer ganz gewöhnlichen Betondecke unterbringen ..... Die Firma Inag Wetzikon für Sanitär- und Heizungsinstallation, die Firma Meier&Kopp Mönchaltdorf für die Lüftung, die Neosug Uster für die Staubsaugeranlage sorgen dafür, dass Wasser, Luft und Wärme ins Haus kommt und dass Abwasser, Abluft und Schmutz auch wieder abgeführt werden.

6. Februar 2005: Nach dem Einfüllen von knapp 50m3 Beton für die Decke über dem Kellergeschoss ist von den vielen Rohren nichts mehr zu sehen. Zugedeckt von satten 110t Beton. Damit ist sicher jedermann klar, dass es sich bei diesem Haus nicht um ein Leichtgewicht handeln dürfte!

15. Februar 2005: Nach einem weiteren wetterbedingten Unterbruch wegen der ungewöhnlich tiefen Temperaturen errichtet der Maurer die Backsteinwände im Erdgeschoss.

28. Februar 2005: Die Deckenschalung über dem Erdgeschoss ist erstellt. Erkennbar die 15m lange Balkonbrüstung vor den Schlafräumen und links daneben der stetig wachsende Turm, welcher die Gebäudeerschliessung das heisst das Treppenhaus und die Liftanlage in sich birgt.

7. März 2005: Nach weiteren wetterbedingten Unterbrüchen ist die Decke über dem Erdgeschoss nahezu vollständig eingelegt und bereit zum Betonieren. Der Bauleiter kontrolliert ob bei allem was eingelegt werden muss, auch nichts vergessen wurde. Die blauen Rohre dienen der Zu- und Abfuhr der Raumluft zum Wärmetauscher der Bedarfslüftungsanlage. Diese Anlage reduziert durch den Wärmetauscher den Energieverbrauch, durch das ständige Versorgen aller Wohnräume mit frischer Luft dem Komfort und durch das Abführen von überschüssiger Feuchtigkeit die Anfälligkeit von Schimmelbildung, welche durch unsere heutigen Lebensgewohnheiten und Baukonstruktionen hoch ist. 

10. März 2005: Bei strahlendem Winterwetter wird die Decke über dem Schlafgeschoss betoniert. Rechts ragt der Kamin der Gasheizung aus der Decke, welche die Abgase der Heizung gemäss der gültigen Luftreinhalteverordnung 1.5m über Dach geführt werden muss.

17. März 2005: Die Schalungen der Wände im Wohngeschoss sind zum Betonieren bereit. In drei Wochen sollte der Rohbau fertig sein. Durch die ungewohnt strengen Wintermonate Januar, Februar und März hat der Bau insgesamt eine Verzögerung von knapp einem Monat erfahren. Der Bezugstermin ist nun Ende September 2005.

Ein Teil der künftigen Bewohner inspizieren die Baustelle. Der aufgeweckte Sohn hat sich umgehend entschieden, Bauarbeiter zu werden. Es ist aber doch anzunehmen, dass sich diese Meinung in den kommenden zehn Jahren noch das eine oder andere Mal ändern wird, bis seine Berufswahl in eine entscheidende Phase treten wird.

25. März 2005: Der Turm ist aufgemauert. Noch fehlen zwei Wochen bis zur Rohbauvoll-endung. Zu erstellen sind nur noch ein Teil der Wände und die letzten Decken über dem Wohngeschoss.

Das Gebäude zeigt nun langsam seine architektonischen Qualitäten auch dem Betrachter von der Schönhaldenstrasse.  Es braucht aber noch einigen Schliff, um das Juwel bis in einem halben Jahr zum Strahlen zu bringen.

5. April 2005: Die Decke über dem Wohngeschoss wir betoniert. Morgen wird das zweite Etappenziel erklommen und der Rohbau fertiggestellt. Sechs Monate nach Baubeginn und  zwei Monate nach dem Betonieren der Kellerdecke, haben wir die volle und stattli-che Höhe von 14m über dem Niveau der Schönhaldenstrasse erreicht.

12. April 2005: Hinter dem Haus entsteht eine gut 25m lange Schwergewichtsstützmauer, welche den Abschluss gegen den darüber liegenden Rebberg bildet. Mit dieser Arbeit nä-hert sich der Auftrag der Firma Kundert als Baumeister langsam dem Ende. Man darf zufrieden feststellen, dass der Baumeister eine gute Arbeit abgeliefert hat.

29. April 2005: Decke und Wände des Technikraums im Untergeschoss wurden vor Mon-tage der modernen Gasheizungsanlage durch die Maler der Firma Schlagenhauf Meilen gestrichen. In allen Geschossen können nun die Schlitze zugemauert werden, da die Leitungen in die Wände eingelegt worden sind.

Die Zimmerleute der Zimmerei Müller aus Stäfa haben das Dach des Turmes aufgerichtet und mit mineralischer Glaswolle ausisoliert. Wir können nun mit der Bauherrschaft hinter die Planung des Richtfestes gehen!

5. Mai 2005: Die Fenster der Firma Kübler Männedorf sind eingebaut worden und die teils weit ausladenden Vordächer schützen nun den Rohbau vor der Witterung. Ab der kommenden Woche kann der Ausbau in Angriff genommen werden. Es darf gesagt werden, dass die Truppe von Baumeister Kundert Hombrechtikon eine hervorragende Arbeit abliefern wird. Nirgends wurden die Toleranzen überschritten, sondern meist weit unterschritten. Da keine weiteren witterungsbedingten Verzögerungen mehr dazu gekommen sind, wird das Haus wie geplant auf Ende September 2005 der Bauherrschaft übergeben werden können.

10. Mai 2005: Die Spengler der Firma Lobnik Männedorf verkleiden das Turmdach mit einem wetterbeständigem Blechfalzdach aus Chromstahl. Für tausendjährige Dichtigkeit des "Bergfrieddaches". ( Der Bergfried ist der Turm, welcher das Erscheinungsbild prägend gestaltet, was neben seiner Geometrie mit der vorgesehene Holzschalung gegeben ist.)

Wir nehmen unsere soziale Aufgabe wahr und bilden regelmässig Nachwuchs für das Baugewerbe aus. Bauleiter Rocco Bochicchio erläutert unserer Lernenden Emilija Eric ein wichtiges Detail der Dachkonstruktion. Der direkte Kontakt mit der Arbeit auf der Baustelle ist für jeden Planenden wichtig, um konstruktiv korrekte Baupläne erstellen zu können.

10. Mai 2005: Auf einem Vierachslastwagen werden die beiden grossen Silos für die Gipserarbeiten, welche durch die Firma Rocco Piccinni aus Wetzikon gemacht werden, angeliefert. Die Wandputze werden heute ausschliesslich mit Siloware erstellt.

23. Mai 2005: Die Mitarbeiter der Steinit AG Zürich bringen die Unterlagsböden ein. Dies ist wahre Knochenarbeit auf dem Bau. Sich den ganzen Tag auf den Knien rutschend durch einen Bau zu bewegen ist nur für robusteste Konstitutionen machbar und verdient höchste Anerkennung von uns Schreibtischakrobaten. Weiter schaufelt der Mann an der Pumpe im Tag rund 40t(!) Material in diese. Sicherlich macht ein Fitnessclubs mit diesem kein Geschäft mehr. Die rechts ersichtlichen Bodenheizungsrohre, welche auf der mit Plastikfolie abgedeckten Trittschalldämmung liegen, verschwinden nach und nach im Sand-Zement-Gemisch.

Das Esszimmerfenster. Seine Masse: 5.0 x 1.5m! Das ist ein Postkartensujet, wenn erst einmal das Gerüst entfernt ist. Wenn die Küche mit der Aussicht mithält, was selbstver-ständlich nicht anzuzweifeln ist, dann ist hier königliches Tafeln angesagt.

3. Juni 2005: Das erste Fest im neuen Haus!! Bruno Kurz vom gleichnamigen Party-service ist bereit die ankommenden knapp 50 Gäste des Aufrichtefestes an den liebevoll gedeckten Tischen kulinarisch zu verwöhnen. Das Haus und die Küche hat den "Fest-Test" mit Bravour bestanden. Wir freuen uns schon auf die nächsten, welche folgen werden!

22. Juni 2005: Das Haus kriegt bei 30° Aussentemperatur von den Mitarbeitern der Piccinni AG Wetzikon seinen "Wintermantel" verpasst. 180mm starke Steinwolleplatten dämmen die Fassaden des Hauses im Sommer gegen Hitze und im Winter gegen Kälte. Neben der Energieeinsparung trägt die gute Wärmedämmung zu einer Steigerung der Behaglichkeit bei. Wieso finden Sie bei allen unseren Neubauten so gut wie nie Polystyrol auf oberirdischen Fassaden? Weil wir unseren Bauherren nicht zumuten wollen, in einem nahezu dampfundurchlässigen Plastiksack wohnen zu müssen. 

24. Juni 2005: Der Hafnermeister André Soltermann aus Uetikon baut das Tunnel-cheminée Typ Rüegg "Saphir" auf, welches auch als 1.5m hoher Raumteiler zwischen Wohnraum und Essraum dient. Gut erkennbar, der mit Schamottstein ausgebildete obere Teil, welcher der Abgabe von Konvektionswärme dient.

30. Juni 2005: Von aussen kriegt das Gebäude immer mehr das fertige Aussehen. Die Fassade ist nun mit Grundputz versehen. Im Innern werden nun durch den Schlosser Mathys Neu St. Johann die Stahlwangentreppen eingebaut.

Innen sind überall die mineralischen Verputze aufgetragen. Die kommende Zeit bis Mitte August wird vor allem dem Austrocknen des Hauses dienen. Die meisten Handwerker geniessen nun die wohlverdienten Ferien, daher ist nur wenig Fortschritt zu erkennen. Danach wird wieder mit Volldampf der Endausbau erfolgen, damit das Haus rechtzeitig zum Bezugstermin fertig gestellt ist.

23. August 2005: Nachdem das Gerüst abgebaut wurde, erstrahlt das Gebäude nun in frischen Weiss. Markant hebt sich der mit sibirischer Lärche verkleidete und Kraft aus-strahlende Turm von seiner Umgebung ab. Ein starkes Stück! Jetzt geht es genau noch einen Monat bis zum Bezugstermin. Im Innern ist jetzt der Endausbau in vollem Gange.

12. September 2005: Die Poggenpohl - Küche vom Müller Küchen aus Egg ZH  zeichnet sich durch Funktionalität und raffinierte Details aus. In dieser hellen "Kochwerkstatt" macht die Arbeit Freude!

22. September 2005: Endlich, nach einem Jahr Bauzeit, der grosse Tag für die Bauherrschaft! Das Zügelunternehmen Kaufmann Männedorf bringt alle persönlichen Einrichtungsgegenstände vom alten an den nun bezugsbereiten neuen traumhaften Wohnort. Am Abend werden alle hundemüde sein! Nun muss nur noch der Garten fertiggestellt werden.

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