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"Das Leben ist stetiges Lernen", "Reisen bildet", "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Diese drei Sprichwörter haben natürlich auch in der heutigen Zeit ihre Gültigkeit behalten. Gerade als Architekt vermittelt man mit seiner Arbeit auch Bilder. Bilder einer gebauten Umwelt. Und, was vermittelt einem das beste Bild? Wenn man Etwas vor Ort gesehen hat, denn nur dann kann man neben Sehen auch Hören, Fühlen, Riechen uns Schmecken, das heisst das Objekt als Ganzes mit allen Sinnen erfassen. Kein Bild und auch kein Film kann daher eine Reise ersetzen!

Untenstehend dokumentieren wir in loser Reihenfolge unsere Büroausflüge und -reisen, welche, unter anderem, auch unserer Weiterbildung dienen sollen.

Jubiläumsreise "20 Jahre aut" vom 20. - 24. September 2007

Anlässlich unseres 20 jährigen Bestehens reisten wir - aus Überzeugung dank Myclimate  klimaneutral - in die katalanische Hauptstadt Barcelona. Die am Mittelmeer gelegene Olympiastadt von 1992 bot uns während gut vier Tagen einen Einblick in verschiedene Epochen architektonischen Schaffens. Da eine Stadt zu Fuss erkundet werden muss, kehrten wir nach ausserordentlich erlebnisreichen, langen Tagen mit Inspirationen und ziemlich müde nach Hause zurück. Aber wir können alle zusammen nun definitiv sagen: "Barcelona ist eine Reise wert!"

Grosszügigkeit und klare Linien dominieren die schön gestalteten Aussenräume bei den olympischen Anlagen und Stadien auf dem "Montjuïc", dem Hausberg von Barcelona.

 

Ein architektonisches Juwel der Architektur der Moderne ist der vom deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe für die Weltausstellung 1929 geplant und erstellte und 1983-1986 nach Originalplänen wieder aufgebaute Deutsche Pavillon. Das Leitmotiv seines architektonischen Schaffens "Less is more" kommt hier in Entwurf und Materialisierung in nicht zu überbietender Vollendung daher. "Der freie Grundriss" wird nicht mehr durch tragende Wände eingeengt. Dadurch entsteht "der fliessende Raum". Ein brauner Teppich, ein roter Vorhang und als einzige Möbel die weissen "Barcelona Sessel und Hocker", welche seit langem als Klassiker gelten, sind die einzigen Möbel und Ausstattungsgegenstände. Beiger Dolomit, grüner Marmor und rotoranger Onyx beleben den schlichten Raum.

Ein absolutes Unikum in der Weltgeschichte der Architektur stellt das untenstehende Bauwerk dar. Bauzeit bis heute 125 Jahre(!!)

Als Unesco Weltkulturerbe gilt die oben abgebildete "Weihnachtssfassade" mit vier von zwölf Aposteltürmen an der Kirche "Sagrada Familia". Insgesamt wird die Kirche im Endzustand 18 Türme erhalten, wobei derjenige über der Vierung, welcher Jesu Christi gewidmet ist , mit einer Höhe von 170m der höchste Kirchturm der Welt sein wird.

Einige Generationen von Handwerkern, Architekten und Bauleitern haben an diesem Gotteshaus gearbeitet. Mit dem Bau wurde bereits 1882 begonnen. Architekt Antonio Gaudi, welcher für den nun in Realisierung befindlichen Entwurf im neukatalanischen Stil zuständig war, arbeitete bis zu seinem Tode im Jahr 1926 selber neben anderem insgesamt 43 Jahre oder eine ganze Lebensarbeitszeit daran. Auf die Unmöglichkeit einer baldigen Fertigstellung angesprochen, pflegte er zu antworten: "Mein Kunde hat keine Eile!"

Zur Zeit wird am 90m langen und 15 m breiten Hauptschiff gebaut, damit die Kirche 2008 die Weihe erhalten könnte. Sie soll nun nach heutigen Vorstellungen bis ins Jahr 2026, dem hundertsten Todesjahr Gaudis fertig gestellt werden. Wir werden das dann bei unserer Reise "vierzig Jahre aut" überprüfen!

In einem lauschigen Gartenrestaurant stärkten wir uns am Sonntagnachmittag für die nächste Etappe unserer Erkundungsreise. Von rechts: Ramon Jud, Emilija Eric, Peppino Pagano und Urs Tischhauser.

Natürlich durfte für uns als "sportliches Büro" und geübte Teamplayer am Samstagabend der Besuch eines Meisterschaftsspiel des FC Barcelona in der Primera Division im legendären Stadion "Camp Nou" nicht fehlen. Die stattliche Kulisse von nahezu 80'000 Zuschauern im damit zu zwei Dritteln gefüllten Stadion (120'000 Sitzplätze) beeindruckte uns alle allein schon von der Dimension her. Währenddem dann Emilija Eric die Show vor dem Match als das Interessanteste des Abends befand, interessierte sich unser "AC Milan Fan" Peppino Pagano vor allem dafür, ob "Barca" seinem Klub in der Champions League gefährlich werden könnte. Barcelona gewann mit 2:1 gegen Sevilla, dank eines sehenswerten Tores seines argentinischen Jungstars Lionel Messi, der auch einen Penalty zum zwischenzeitlichen 2:0 für "Barca" verwandelte.

 

Unten zeigte uns am Hafen Christoph Columbus von seiner Säule den Weg zu anderen interessanten Punkten in der Stadt. Wie er, werden auch wir sicher wieder einmal nach Barcelona zurückkehren! Das steht mit Sicherheit fest.

 

Büroausflug nach Arosa vom 29. September 2006

 

Unser Bauleiter Ruedi Schneider organisierte die Reise in seine Heimat nach Arosa und zeigte uns dort hochstehende Architektur und die landschaftliche Schönheit eines Teils des Bünderlandes.

Die beiden Highlights des eintägigen Ausflugs: 1. Der Wellnessbereich "Berg Oase" des Fünfsternehotels Grand Hotel Tschuggen in Arosa. Planender Architekt: Mario Botta Lugano. Ausführender Architekt: Fanzun Chur. Baukosten knapp CHF 40 Mio. Geplante Eröffnung 6. Dezember 2006. 2. Wanderung vom Weisshorn nach Arosa bei strahlendem Sonnenschein .

Beeindruckend an diesem Bau vom dem wir leider keine Innenaufnahmen zeigen dürfen ist die Tatsache, dass 25'000m3 umbauter Raum mehr oder weniger ausschliesslich unter dem gewachsenen Terrain gebaut wurden und man darin trotzdem ein Gefühl von Leichtigkeit und Helligkeit vermittelt bekommt. Dies wird durch die grossen Oblichter ermöglicht, welche über alle drei nutzbaren Geschosse, zuunterst Fitness, Massage und Beautyräume, in der Mitte dann Saunen und Dampfbäder und zuoberst die Wasserlandschaft grosszügig Licht in die Räume fliessen lassen. Die interessante Führung wurde vom Projektleiter der Fanzun AG Herr Walter Vogel gemacht, was wir auch an dieser Stelle herzlich verdanken.

Unsere beiden Gäste Wolfgang Ruckstuhl Geschäftsführer der Werubau AG (rechts) und Andreas Ostertag dipl. Architekt ETH aus Meilen unterhalten sich auf der Fahrt mit der Gondelbahn zur Bergstation Weisshorn über das Gesehene.

Das Team 2006 des aut nach dem Mittagessen frisch gestärkt auf der Höhe von 2650 m ü.M. auf dem Aroser Weisshorn vor dem Abmarsch hinunter nach Arosa. Von links Ruedi Schneider, Emilija Eric, Ramon Jud, Urs Tischhauser und Peppino Pagano.

Der Jüngste und der Älteste unseres Teams erholen sich auf einem Bänkchen von den Strapazen der Wanderung und geniessen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen.  Am Ende des Tages waren wir uns alle einig, dass diese Reise Einiges zur beruflichen Weiterbildung und zur Festigung des Teams beigetragen hat. Ruedi Schneider sei an dieser Stelle die Organisation auch noch einmal herzlich verdankt. Und under Fazit? Eigentlich sollte man viel mehr Reisen unternehmen ..........

   

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